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Bettina Kremberg
 
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Seminar WS 2010 / 2011

Überreden vs. Überzeugen.

Philosophisches Argumentieren


 

Die Frage, ob es neben der logischen Erkenntnis auch noch eine rhetorische Erkenntnis gibt, ist eine alte methodische Streitfrage, bei der es ums Ganze der Philosophie geht. In Platons Dialog „Gorgias“ vertreten die literarischen Figuren Gorgias (bzw. dessen Schüler Polos und Kalikles) auf der einen Seite und Sokrates auf der anderen Seite radikal entgegengesetzte Positionen in Bezug auf die Bewertung der Kunst der Rhetorik. Aristoteles versucht zwischen diesen konträren Positionen zu vermitteln, indem er der Rhetorik eine wichtige Funktion innerhalb der menschlichen Lebenspraxis zuweist. In der neueren Argumentationstheorie und pragmatischen Sprachphilosophie wird dieser Streit fortgesetzt. Wir verfolgen ihn anhand einschlägiger Texte. Ein Reader wird Anfang des Semesters bereitgestellt.

Termin: 19.-22. Juli 2010, 9.30-17.00 Uhr, GWZ R. 2116

Vorbesprechung am 10. Mai 2010, NSG, R. 201, 14 Uhr

Reader wird bei ZIMO bereitgestellt

 

1. Block: 19. Juli 2010

1. Sitzung

Platon, Gorgias

Richard Raatzsch, Überreden und Überzeugen, in: Dialektik

2. Sitzung Aristoteles, Rhetorik
3. Sitzung Aristoteles, Rhetorik
4. Sitzung Artur Schopenhauer, Die Kunst, Recht zu behalten

2. Block: 20. Juli 2010

1. Sitzung Stephan Toulmin, Der Gebrauch von Argumenten, 1996.
2. Sitzung Chaim Perelman, Obrechts-Tyteca, Die neue Rhetorik, 2004.
3. Sitzung Harald Wohlrapp, Argumentative Geltung, in: ders. (Hg.), Wege der Argumentationsforschung, Stuttgart-Bad Cannstatt 1995, S. 280-305.
4. Sitzung Josef Kopperschmidt, Grundfragen einer allgemeinen Argumentationstheorie besonderer unter Brücksichtigung formaler Argumentationsmuster, in: Wohlrapp, H. (Hg.), Wege der Argumentationsforschung, Stuttgart-Bad Cannstatt, 1995, S. 50-80.

3. Block: 21. Juli 2010

1. Sitzung Hans Julius Schneider, Medium versus Theorie. Über die Rolle der Logik beim Verständnis des Argumentierens, in: Wohlrapp, H. (Hg.), Wege der Argumentationsforschung, Stuttgart-Bad Cannstatt, 1995, S. 127-146.
2. Sitzung

Christoph Lumer, Der theoretische Ansatz der praktischen Argumentationstheorie, in: Wohlrapp, H. (Hg.), Wege der Argumentationsforschung, Stuttgart-Bad Cannstatt, 1995, S. 81-108.

3. Sitzung Richard Hirsch, Interaktive Argumentation: Theorie und Daten. Auf der Suche nach einer Theorie interaktiver Argumentation, in: Wohlrapp, H. (Hg.), Wege der Argumentationsforschung, Stuttgart-Bad-Cannstatt, 1995, S. 109-126.

4. Block: 22. Juli 2010

1. Sitzung Peter Mengel, Beratung versus Verhandlung. Eine Konfrontation zweier argumentativer Paradigmata, in: Wohlrapp, H. (Hg.), Wege der Argumentationsforschung, Stuttgart-Bad Cannstatt, 1995, S. 256-279.
2. Sitzung Wulf Hübner, Das Übereinstimmungsargument. Bemerkungen zum Problem der Geltung psychoanalytischer Dialoge, in: Wohlrapp, H. (Hg.), Wege der Argumentationsforschung, Stuttgart-Bad Cannstatt, 1995, S. 147-165.
3. Sitzung Arno Ros, Begründung und Begriff, 1989, oder Hubert Schleichert, Wie man mit Fundamentalisten diskutiert.

 

 
 

 
 

 

Sprechstunde im SS 2010 in Leipzig:

Die Sprechstunde im SS 2010 finden nur nach Vereinbarung statt. Kontaktieren Sie mich bitte unter:.kremberg@uni-leipzig.de

 

Prüfungen im SS 2010 in Leipzig:

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